“Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.”

Ariadne Leadership / Führung , , , ,

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Dieses Zitat stammt von Robert Bosch (1861-1942, deutscher Ingenieur, Industrieller und Erfinder). Es kommt mir in den Sinn, wenn ich wieder jemanden über den Fachkräftemangel klagen höre oder in einer Zeitung darüber lese. Zugegeben, es gibt Unternehmen, die noch nicht sehr bekannt sind oder ihren Sitz in ländlicheren Gebieten haben. Es ist aus vielfältigen Gründen nicht immer einfach, die richtigen Bewerber und Bewerberinnen zu finden oder gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten.

Eine Stellschraube gibt es dennoch, nämlich den Lohn (bzw. das Gehalt). Wenn Arbeitskräfte knapp sind, muss ein Unternehmen höhere Löhne bezahlen, um Personal zu gewinnen oder zu halten. Steigen die Löhne, werden die Berufe attraktiver und mehr Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung oder Studium in diesem Bereich. Der Markt sorgt dafür, dass ein Mangel nach einer Weile wieder verschwindet.

Guter Lohn / gutes Gehalt = qualifizierte, gute und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Guter Lohn / gutes Gehalt = mehr qualifizierte Bewerber und Bewerberinnen

In Bereichen, in denen Löhne und Gehälter staatlich reglementiert sind, funktioniert der Marktmechanismus nicht. Ein Krankenhaus oder Altenheim kann Löhne nicht nach eigenem Ermessen erhöhen. Es kann nur gezahlt werden, was Krankenkassen und Pflegeversicherungen erstatten. Hier wird der Marktmechanismus außer Kraft gesetzt und führt tatsächlich zu einem Fachkräftemangel.

Für Unternehmen und Unternehmer, die nicht durch staatliche Regularien eingeschränkt sind, lohnt sich daher die kritische Überprüfung der eigenen Gehaltsstruktur, wenn trotz Bewerbungen keine Einstellung erfolgt oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach kurzer Zeit das Unternehmen wieder verlassen. Eventuell ließe sich diese Entwicklung durch marktübliche und attraktive Löhne und Gehälter vermeiden.

Wer nun als Geschäftsführer oder Führungskraft denkt, dass höhere Löhne höhere Kosten verursachen, ist gut beraten, dem die Kosten einer unbesetzten Stelle oder einer erneuten Stellensuche entgegen zu setzen. Dazu gehören die Kosten der Suche sowie Mehrarbeitskosten und Arbeitszeit der vertretenden Mitarbeiter. Die Rechnung lohnt sich. Langfristig zahlt sich eine stabile und motivierte Belegschaft aus und führt zum Unternehmenserfolg. Das hatte bereits Robert Bosch erkannt.

Eine erfolgreiche Woche und herzliche Grüße

Ariadne – von keep calm and grow your talent

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